Donnerstag, 3. Dezember 2020

Alles Gute kommt von vorne!

Im Oktober gings mal wieder weiter am Langzeitprojekt.
Zwei Wochen Vollgas an der (Barndoor)-Front.
Das was vorangeht, gings an die Front ab der B-Säule nach vorn.

Soviel vorab, die Klassic Fab Bleche kannste eigentlich alle in der Pfeife rauchen!
Aber für die Early Birds in Sachen Bus gibt es einfach nichts anderes auf dem Markt, also kaufen, zwei Jahre warten und nach Erhalt erstmal strahlen und EP grundieren. Wollte den grünen billigen Decklack einfach restlos entfernt haben, wer weiß wie die das in Kolumbien lackieren und vor allem wann nach der Herstellung. Und siehe da, der Strahler sagte, Gott sei Dank hast es machen lassen, da war durchweg Flugrost zwischen der grünen Seuche und dem Blech. Zudem ist EP halt doch eine viel bessere Basis für den späteren Korrosionsschutz.

Also wieder mal rauf zum Karl-Heinz und los gehts. Radkästen vorne reinlegen und Kniebleche einheften mit Klammern und Zangen, und siehe da, wie geahnt, Passgenauigkeit unter aller Sau. Auch die späte rote Fahrertür (im Bugnet in Landshut gefunden) passte unten nicht.

Gabi würde sagen: "Shit's gonna hit the fan" und genauso hab ich mich gefühlt als ich die zugeklammerte Frontkabine sah.

Naja, musste durch, was bleibt anderes übrig?!

Und hier muss man mal wieder sagen, wenn man beim Profi ist und mitmachen kann, was will man mehr?
Die Kniestücke wurden nirgends getrennt oder aufgeschnitten, alles schön mim Eckold und Autogengerät auf Maß bringen, I love it! An anderen Stellen lies es sich aber nicht verhindern, dass die Flex ran muss.
Aber alles in eine Flucht bringen, echt hart. Tür muss ja zum Kniestück passen, das wiederum zur A-Säule und B-Säule, und auch noch zum Radkasten, die Flucht, alles mit Laser ausmessen und Tür richten (hatte leider einen Unfallschaden aber frühe Türen findst halt nicht, geschweige denn für Barndoor)...
Ich weiß nicht mehr wie oft wir die Tür zum anpassen der Seitenflucht und Spaltmaße auf- und zugemacht haben, dürfte nah an die 500 gegangen sein.
Die A-Säulen selber waren nach oben extrem nach außen verdreht, hier passte auch NIX!
Der Fensteraufbau der Türen musste ja auch zum Abschluß vorn passen und auch nach oben, schrecklich.

Das Frontblech allerdings, das muss man lassen, musste kaum angepasst werden, also da war ich echt überrascht, anscheinend hat der Gerson hier seinen Mannen mal was mitgegeben.

Was wiederum garnicht passte, war der Frontscheibenrahmen, nicht tief genug gepresst. Also hat der auch keinen Anschluß zum Innenblech und zum Armaturenbrett. Also wieder mal echt aufwendig aufschneiden, schmalen Streifen einschweißen und wieder zambraten. Bei einem 5cm-Streifen kann man sich denken, was der Verzug hier so anrichtet.

Zudem sind bei den frühen Barndoor Bussen die Profile für die Türdichtungen zweigeteilt, an der Gürtellinie verläuft das Profil ca. einen Zentimeter überlappend. Kein Wunder dass die nie dicht waren und sofort durchgerostet sind. Aber ich wills auch wieder so haben ;)

Und an der Regenrinne vorn über den Frontscheiben sah man richtig wie sie am Band das Ding hochgehauen haben, dass der Scheibenrahmen reinpasst. Soviel zu "NOS Bleche passen immer", alles Bullshit, die ham die Kisten schon am Band zurecht gedengelt, damit das alles im zeitlichen Rahmen fertig wird. 

Dann gings weiter am Armaturenbrett und Heizrohr. Ausrichten, alles versteifen vorher, ne Menge Arbeit aber es lohnte sich mal wieder. Mir rauchte wirklich jeden Abend der Kopf.

Aber nun lass ich mal die Bilder sprechen, viel Spaß beim kucken...

PS: Der Feuerwehr-Schriftzug musste leider zerstört werden, wurde aber fotografisch der Nachwelt erhalten. Und die Spinne in der alten A-Säule hatte es auch schon hinter sich ;)

















4 Kommentare:

  1. Hey Gunar. Verdammt geil. Respekt

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  2. Servus Gunar,

    Sehr spannend und lehrreich dein Projekt, mach weiter so!

    Beste Grüße
    Andi

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  3. Gunar, meinen absoluten Respekt!!! Hut ab.

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  4. Respekt, Respekt, Respekt!!!
    Bin echt mehr als beeindruckt! 🤘
    VG Hias

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