Donnerstag, 19. Januar 2017

Das Jahr fängt gut an :)

Das neue Jahr fängt wie geplant ganz gut an!

Dieses Mal waren die beiden Längsträger dran.
Die Profile von Autocraft waren leider viel zu kurz und wurden deswegen bei einem Stahlprofi nach Vorlage exakt 30cm länger nachgebogen, natürlich alle vier ;)
Die zu kurzen hab ich wieder zurück geschickt.

Um das ganze TÜV-gerecht und auch karosseriebautechnisch "auf die Schiene" zu bringen, muss man aus den Belastungszonen raus, sprich die Engländerpfuscherei kommt mir nicht ins Haus.
Einfach 90Grad abschneiden und dranbraten, ne ne :D

Beim Austrennen der alten Träger kam Dreck aus den Hohlräumen, es war ein Graus.
Jedoch eine typische Stelle beim T1. Von hinten kommt in das offene Profil Dreck rein und unten kann es nicht mehr raus. Was da nach 60 Jahren rauskommt, kann man sich ja vorstellen.

Nachdem die Bleche entsprechend vorbereitet wurden, und alles ausgemessen war, wurden die vorderen angeheftet. Dann die Aussparungen anfertigen und einschweißen und verschleifen. Dann hinten.
Anpassen, hintere Enden "hochbiegen" und rein damit.
Dann die hinteren Inlays als Fortsatz der inneren "Verschlüsse" der U-Profile. Hier ist viel Anpassung nötig, damit alle Abstände und Prägungen und Kanten exakt passen. Als Vorlage galten die originalen ausgetrennten originalen Reste der Längsträger.

Was bei einigen "englischen" Restos auch fehlt (weil bei T1 nach '55 schlicht nicht vorhanden), sind
die Verstärkungsbleche, die zwischen vorderen und hinteren Trägern eingeschweißt sind. Diese nachzubauen ist eine echt harte Sache!!! Sieht einfach aus, da die hinteren Längsträger aber leicht nach außen weiterlaufen, muss das Verstärkungsblech diesem Winkel natürlich entsprechend nachlaufen, also gewinkelt werden. Und das bei 2mm Blech...
Einfach einschneiden, biegen und wieder zuschweißen würde den Zweck dieser Bleche, also die werkmäßige Versteifung des Rahmens zunichte machen, somit MUSS das gewinkelt werden.
Schwierig, aber nach einigem rumprobieren und diversen "Werkzeugen" war es machbar ;)

Danach ging es vorn an den Stehwänden weiter.
Diese waren im unteren Teil hoffnungslos durch und alles dünn und löchrig. Also auch hier neues anpassen und natürlich aus einem Blech bis runter in die Längsträger inkl. Einschweißmuttern für die später einzubauenden Bremsleitungen.

Davor nicht zu vergessen die Aufnahmen für die nach hinten gehenden Verstrebungen an der Vorderachse. Da diese aber original nur aus schnöden Einschweißmuttern bestehen, und ich später nicht mit 25PS rumgondeln will, kam hier jeweils eine dicke Stahlplatte zum Einsatz.
Besser, stabiler und vertrauenserweckender als original und zudem von außen nicht sichtbar.

Weil der Rostfraß aber leider bis weit nach oben in die waagrechten Prägungen ging, mussten auch deren untere Fortsätze ersetzt werden. Wir hatten dazu aber schon entsprechende Werkzeuge gebaut, da diese Prägungen dieselben sind, die sich im unteren Sitzkastenbodenblech befinden.

Somit sind nun die Längsträger fertig und es kann mit dem Neuaufbau der Achsaufnahme vorne weitergehen,

So long...




Montag, 21. November 2016

Happy days!

Jeeeeaaaaah!

Endlich sind nach bald 2 Jahren mal ein weiterer Schwung Bleche aus Kolumbien gekommen.
Somit hab ich fast alle Bleche für den Neuaufbau zusammen, ick freu mir so!!!

Folgendes war dabei:
2 Fronten (spezifisch für Barndoor Busse - eine davon für meinen Hallenspezi Chrischi :)
1 Ladeboden (die gute - neue Version, gepresst und nicht handgeklöppelt)
2 A-Säulen (leider auch mal wieder barndoorspezifisch - wo genau, weis ich aber nicht)
1 B-Säule rechts (die alte ist noch dran an der Karosse, stückeln mag ich hier aber ned)
2 Kniestücke (auch hier leider wieder mal spezifisch)

Mal sehen, wie die Teile dann beim verarbeiten passen. Mittlerweile bin ich aber soweit,
dass man sicherlich ALLES mehr oder weniger anpassen muss.

Nur das Thema Zoll zu der Sendung bleibt mir als dicker Stein im Magen zurück.
Mit Kolumbien haben wir halt leider noch kein Freihandelsabkommen.

Aber egal. Jetzt fehlen nur noch die Bleche, die es auch bei Autocraft gibt und die kann man isi übers Internet bestellen.
Das wären dann nur noch ein Einstiegsblech und die hinteren Aussenbleche über den Rädern.
Zumindest brauche ich die ohnehin noch lange nicht...

Nach Weihnachten gehts dann endlich wieder weiter für 2 Wochen :)
Bin gespannt wie weit wir kommen, auf jeden Fall freu ich mich schon wie ein Schnitzel drauf!

Auf der mechanischen Seite der Medaille sind nun auch schon die meisten Teile da.
Die größten Brocken, die noch fehlen, sind das Lenkrad (das alte eignet sich nur noch als Wanddeko),
die Winker (hier werdens aber evtl. die Nachbauten in 12Volt, umgebaut auf Rillenversion, hierzu kann mir Guru Andi H. vielleicht helfen :), ne Menge Kleinscheis (der sich aber wie immer läppert) und die vordere Sitzbank.
Für die Beschaffung hab ich aber noch genug Zeit :D :D :D

Cheers
Gunar

PS: zum Schluss noch ein schöner früher Patina-Kasten, so müsste er mal aussehen.



Donnerstag, 30. Juni 2016

A little step further...

So, weiter gehts:

Die hintere Getriebestrebe ist nun endlich fertig!
Hat eeeewig gedauert, aber nun endlich einen wichtigen Schritt nach vorn geschafft.
Problem war, dass es eigentlich keine Rohre in 45er Durchmesser gibt (siehe Januar-Post), sondern nur 42er und 48er.
Wenn man aber etwas über den Tellerrand schaut und etwas nachdenkt, wer hat ALLE Arten von Rohren? Richtig, Hersteller von Überrollbügeln! Und der hat schließlich auch die nötigen Gerätschaften zum Biegen aller möglicher Radien. Es wurden zwei Rohre nach der Vorgabe auf unserer MDF-Platte gebogen und einer hat auch (fast) auf Anhieb gepasst.

Ihr werdet euch sicher fragen, wie man das Rohr so einschweisst, dass es auch ein Getriebe (mit Motor) hält und auch TÜV-konform allen Belastungen standhält.

Nur mit Einschweissen ist das nicht getan. Es gibt zwei Möglichkeiten, die man auch gleichzeitig einbeziehen kann.

Erstens: 2 Hülsen (1 pro Seite). Also altes (verbogenes Mittel-) Rohr raus und Hülsen mit dem Aussendurchmesser entsprechend dem Innendurchmesser des vorhandenen Rohres anfertigen und einschlagen.
Zweitens: Lochpunktschweißung. Zusätzlich zu den beidseitigen Hülsen werden alle 90 Grad Löcher in die vorhandenen Rohranschlüsse gebohrt, um dem ganzen die ultimative Steifigkeit zu verleihen.

Nur wie das Rohr einbauen, wenn die Hülsen ja vorher eingeschlagen wurden?
Lösung: Die seitlichen Deckel der Rohre (aussen in den Fortsätzen der Längsträger) ausbohren (oder rausfummeln, geht beides irgendwie;) und entfernen. Dann merkt man, dass man mittels einem massiven nicht zu dicken Rohr die Hülse NACH dem Einbau des nachgebauten Rohres nach unten in selbiges einschlagen kann. Vorher natürlich alles genauestens ausmessen und markieren. Einmal zuviel geschlagen und die Hülse ist zu weit drin, dann wars das!
Also genau arbeiten ist hier zwingend nötig, sonst kommt Mist bei raus.

Danach alles verschweissen und verschleifen und siehe da - NIX! Man sieht nachher an keiner Stelle mehr, dass hier jemals ein Flex derbst gewütet hat und auch Schweißpunkte sind nicht zu sehen.

Scheis viel Arbeit oder einfach nur GEIL!!!!!!!

Als nächstes sind endlich die Längsträger dran, mal sehn...






Sonntag, 29. Mai 2016

Sammy - es geht weiter!

Wie der Hias schon richtig festgestellt hat, hat Sammy es in die VW Classic geschafft :)
2014 hatte ich die Geschichte in Spa bei der Bug Show Georg Otto erzählt.
Er meinte damals sofort, diese krasse Story muss in schriftlicher Form der Nachwelt erhalten werden.

Geplant war, dass der Bericht Ende 2015 in die VW Classic kommt, aufgrund dem mittlerweile schon recht nahe gerückten Redaktionsschluss ist es dann die Ausgabe im März 2016 geworden.
Der Bericht ist absolut Klasse geschrieben und auch im Detail genau richtig wiedergegeben, top!

Das motiviert natürlich wieder mal ungemein. Also ging es endlich mal am Rahmen weiter. Nach zwei harten Tagen Arbeit steht dieser nun in den Ringen, um auch wirklich überall richtig dran arbeiten zu können. Man kann mit einer Hand dran drehen und der Rahmen ist in jeder erdenklichen Position arretierbar. Dazu gab es noch Verstrebungen, die zum einen die Ringe parallel halten und zum anderen um das Ganze zu stabilisieren. Natürlich musste darauf geachtet werden, dass man trotz der Ringe und der Streben auch überall gut hinkommt und nichts im Weg ist, wenn man neue Blechpartien bearbeitet.

Ausserdem wurden noch kleine Lehren ans Heck und Front gebaut, damit man nachher auch wieder weiß, wo die Enden der Träger rauskommen müssen. Nichts wäre schlimmer, als wenn man die Längsträger rausschneidet und das ganze klappt einfach auseinander!

Nächste Woche geht es dann am Rahmen selber weiter. Längsträger, endlich das hintere Rahmengabelrohr und dann die Vorderachsaufnahme. Mal sehn wie es Ende nächster Woche aussieht, ich bin gespannt :)

So long
Gunar









Sonntag, 17. Januar 2016

Der Anfang ist gemacht!

...uuund los gehts:

Der gestrippte und gestrahlte Rahmen wurde mittels Wasserwaage genau ausgerichtet, ein Laser hilft da ungemein. Dann das Heckteil ausrichten. Da das Querrohr der Getriebegabel unrettbar verzogen und verbeult war, musste das teilweise rausgeschnitten und ersetzt werden. Also Flex ansetzen und Mittelstück weg. Dann Getriebe mit Motor rein und die hinteren Längsträger mittels Anbau des hinteren Abschlussbleches (Danke für den Kontakt Andi W.!) alles in eine Flucht bringen. Dann das einzusetzende Rohr bestellen... Nur: 45er Rohre gibt es nicht oft, und schon garnicht eine solche Rohrbiegemaschine! Es gibt nur 42er und 48er. Dieses Problem ist leider noch immer nicht geklärt, aber das Heck ist sonst schon mal ausgerichtet.

Weiter gings mit den derbst verdrückten Federstrebenanschlägen. Diese waren pro Seite bis zu 5cm durch tausende Überladungen nach oben innen gedrückt worden. Also schön mit dem Autogengerät heiß machen und wieder nach aussen richten.

Da ich während der zwei Wochen möglichst viele Dinge erledigt haben wollte, die ich zuhause nicht handlen konnte (und auch möglichst viel lernen), ging es mit den nicht zu bekommenden Blechen des Sitzkastens weiter. Der Boden dieses war quasi nicht mehr vorhanden und auch auf dem Markt nicht für Geld oder gute Worte zu bekommen. Genauso geht es einem mit dem Oberblech. Somit mussten diese beiden Partien mühsam neugebaut werden.

Allein an diesen beiden Blechen waren wir ca. 8-9 Tage beschäftigt. Ich will es aber perfekt haben, deswegen keine Kompromisse. Und: Ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Sicherlich fragt sich jeder, wieso das so lange dauert, aber der Teufel sitzt leider wie so oft im Detail, die ich hier nicht alle aufführe.
Genaueres könnt ihr den Bildern unten entnehmen.

Zum Schluß gings noch an die Längsträger. Diese sollten absolut original und auch karosseriebautechnisch erste Sahne eingeschweißt werden. Das wird mit Schrägschnitten und der Verlegung der Schweißstellen aus den Belastungsräumen sichergestellt.

So long...

Gunar



















Donnerstag, 31. Dezember 2015

Neuer Blog! Die 089garage vom Bene :)

Ach wie krass, von mir auch mal wieder was neues ;)

Hier ein neu verlinkter Blog vom Bene von uns aus der schönen bayrischen Landeshauptstadt:
Die 089 Garage:
http://089garage.blogspot.de/
Feine Sachen die er da macht!

Auch bei mir gibts mal wieder neues.
Und zwar es geht endlich los mit dem Neuaufbau des 51er Rahmens.
Nachdem ich nun blechmäßig an der Talsohle angekommen bin, gehts nun endlich los mit dem Neuaufbau.
Gestrahlt sind die Reste nun, am 04.01 gehts los, 2 Wochen Urlaub und jeden Tag ein kleiner Schritt nach vorn. Am hinteren Ende gehts los. Rahmengabel ausrichten, Querrohr teilweise ersetzen und mittels einem 30PS-Block und einem Getriebe als Lehre wieder alles grade und wieder in einen ansehnlichen Zustand versetzen. Bin gespannt was es für Fortschritte gibt.

Aber nun erstmal allen Followern und allen anderen einen guten Rutsch, bleibt sauber und ein wundervolles, grandioses 2016 mit vielen neuen Erfahrungen, wenigen bis keinen Rückschlägen und seid nett zueinander. Und bleibt gesund, das ist das wichtigste!!! 

So long,

Euer Gunar

Hier noch ein paar Schnappschüsse der "Basis":